GESHOOTET, GETRUNKEN

AUF KAFFEE-MISSION IN DER TOSCANA BEI SAECO

26. Januar 2015

Als Kaffeetrinker und Espressoliebhaber habe ich mich auf diese Reise, wenn sie auch eine Geschäfts-und Arbeitsreise war, immens gefreut.

Der Deal war, ich backe ein wenig Toast im Airfryer und dazu ein bisschen Marmelade, dafür fahre ich mit nach Florenz und besuche die Fabrik von Saeco in Gaggia.

Okay ich gebe zu, es war Toastbrot und Marmelade für etwa 200 Personen, aber die viele Arbeit hat sich wirklich gelohnt. Zumal die Hefe in dem ca. 18°C kalten Raum nicht aufgehen wollte. Nur unter Androhung der Nutzung von Backpulver ließen sie sich erweichen.

Mit dem Bus um 07.30 Uhr gestartet, und ratz fatz nach ca. 100 Minuten und gefühlten 2867 Serpentinen waren wir da, dachten wir. Wir strömten mit 200 Leuten in die Fabrikhalle, voller Erwartungen und Vorfreude, doch wir wurden nur von Augen und Gesichtern angestarrt, die ein riesengroßes Fragezeichen im Ausdruck hatten.

Wer sind die und was wollen die hier?

Das fragten wir uns mittlerweile auch. Hatten wir uns im Tag oder vielleicht in der Woche geirrt? NEIN, unsere Busfahrer hatten sich geirrt und uns zu einer falschen Fabrik gefahren. Also wieder in die Busse und nach 10 Minuten Fahrt und weiteren 1867 Serpentinen (bei einigen Mitfahrern ging der Teint bereits ins Grünliche), kamen wir an.

Mit Pauken, Trompeten, Fähnchen und mit Mann und Maus wurden wir aufs herzlichste begrüßt. Dabei hatte ich ein wenig Slapstick im Kopf und habe mir vorgestellt, wie wir an der versammelten Mannschaft mit den Bussen vorbei gefahren sind und wie die Gesichter dabei ausgesehen haben.

Also angekommen, kurze Einführung, Schock, große Not. Wir dürfen keine Fotos machen. Alles Top Secret!!!

Nur meiner Überredungskunst mit Engelszunge ist es zu verdanken, dass ich doch ein paar Bilder machen durfte. Natürlich nicht von der Fabrikationsstrecke und den Bauteilen, aber von dem einen oder anderen Kaffee, den wir getrunken haben (ich sag nur Koffein-Schock), sowie von einigen gut gelaunten Kollegen.

Ich, und nicht nur ich, war schwer beeindruckt über das, was uns dann alles gezeigt wurde.

Für meine Begriffe haben wir dort keine Fabrik gesehen, sondern eine große italienische Familie, die in, und das meine ich wörtlich, liebevoller Kleinst- und Handarbeit absolute Hightech-Vollautomaten in ihrer Manufaktur herstellt.

Wir haben nur einige Patente, von insgesamt über 120 Patenten bei Saeco sehen können und waren schwer beeindruckt, mit welcher Sorgfalt hier gemessen, geprüft und getestet wird.

Man kann gespannt sein, was in den kommenden Monaten hier noch an neuen Geräten aus dieser wundervollen Manufaktur mitten in der Toscana für die Kaffeewelt ersonnen und erdacht wird.

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