GEGESSEN, GETESTET

DREI MICHELIN STERNE – 19,5 PUNKTE IM GAULT MILLAU – BESTES RESTAURANT DEUTSCHLANDS – DAS VENDOME –

22. Dezember 2015

DREI  MICHELIN STERNE – 19,5 PUNKTE IM GAULT MILLAU – BESTES RESTAURANT DEUTSCHLANDS – DAS VENDOME

…das schürt natürlich eine große Erwartungshaltung, die durch den Preis, den man in einem solchen Restaurant bezahlt, natürlich noch potenziert wird.

Wir sind also völlig unvoreingenommen 😉 nach Bensberg im Bergischen Land gefahren. Uns erwartete ein toller Ausblick aufs Schloss Bensberg und seinen wirklich schönen Weihnachtsmarkt, der uns allerdings ganz schön verwirrt hat, da die Zufahrt zum Hotel durch ihn sehr schwer zu finden war.

Durch die Parkgarage ging es dann hoch zur Lobby von dort aus in ein Nebengebäude ins Restaurant Vendome.

Sehr nett empfangen und sehr angenehm überrascht… Das Restaurant war überhaupt nicht opulent oder plüschig, wie man es, wenn man das Schloß betrachtet, vielleicht vermuten hätte können.

Das Service Team war sehr jung und kompetent. Nichts wirkte auswendig gelernt oder routiniert sondern sympatisch und ambitioniert, hier wird gemeinsam auf ein Ziel hin gearbeitet. Als der Sommelier von einem Gast gefragt wurde warum er denn eindeckt, das müsse er doch gar nicht, antwortete der „aber wir sind doch ein Team, das mache ich gerne“.Diesen Geist spürt man dort überall, hier wird gemeinsam auf ein  Ziel hingearbeitet- den Gast zu begeistern und damit das Restaurant

Wir haben uns dort einfach wohl gefühlt, es war gehoben aber nicht versnobt mit sehr, sehr gutem Service, der nicht nur über das servierte Essen oder dioe Weine reden konnte, sondern auch das persönliche Gespräch gesucht hat. Was das Vendome sehr persönlich und sympatisch macht. Auch die Preise in der Weinkarte (natürlich nicht bei allen Weinen, man kann hier auch schon ein kleines Vermögen ausgeben) machen das Restaurant sympatisch. Man kann hier auch Große Gewächse aus der Pfalz ab 75,00 Euro trinken und das auch in reiferen Jahrgängen wie 2009 oder 2011.

Das waren die ersten Eindrücke, ohne das Essen….aaaaber jetzt – das Essen.

Also das Essen war wirklich vorzüglich, die Präsentation war sehr schön, aber nicht zu verspielt. Der Gaumen wurde zu keiner Zeit überfordert mit 15 oder mehr Geschmackskomponenten, wie man es von anderen  Restaurants vielleicht kennt.

Die Portionen waren vergleichsweise groß, so dass wir mit zwei Amuse Bouche nicht wirklich 7 Gänge gebraucht hätten, aber es war unglaublich spannend was sich das 17 köpfige Küchenteam um Joachim Wissler sonst noch so einfallen lassen hat.

Nun bleiben ein paar Fragen offen, die uns im Nachhinein von Freunden gestellt wurden:

Schmeckt man drei Sterne? Ja, man merkt den Unterschied zu 1 Stern deutlich, bei 2 Sternen mag der Unterschied nur noch Nuancen ausmachen, aber man merkt es.

Muss man so viel Geld ausgeben? Nein, muss man nicht, man kann aber wenn man will! …und genau darum geht’s für meine Begriffe. Wir haben eben keine anderen Hobbys, arbeiten viel und ich finde man muss sich auch mal etwas gönnen. Es muss sich aber, wie im Vendome auch lohnen das Geld auszugeben, wir haben es jedenfalls nicht bereut in einen wundervollen Abend und ein gastronomisches Erlebnis investiert zu haben.

 

Sorry für die Bilder, aber sie sind mit einem Handy gemacht worden.

 

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