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REISEBERICHT – IBIZA – DAS FÜNFZEHNTE MAL – UND DOCH EINE PREMIERE

26. September 2015

IBIZA – DAS FÜNFZEHNTE MAL – UND DOCH EINE PREMIERE

….wochenlang, ach was sag ich, monatelang haben wir uns auf diesen Urlaub gefreut. Seit 15 Jahren fahren wir nun nach Ibiza. Die Insel hat es uns einfach angetan und wir kennen uns mittlerweile einigermaßen aus. Die kulinarische Vielfalt, die Offenheit und der Sinn für Tradition und Moderne gefällt uns einfach. Das erste mal berichte ich nun darüber in meinem Foodblog – eine Premiere. Ich hoffe sie kommt beim Publikum an.

Also los….. ich sitze hier nur 50 Meter vom Meer entfernt auf einer Terrasse bei 27 Grad und geniesse einen Cappuccino und eine Fanta Limon. Ach ja ich habe vergessen zu erwähnen, das das Wasser die perfekte Tempertur hat und wir es uns die letzte drei Tage haben gut gehen lassen und womit? …mit Recht!!!!

Aber natürlich will ich Euch nicht nur neidisch machen, sondern Euch über die Insel und ihre kulinarischen Seiten berichten. Man sagt Ibiza erfindet sich jedes Jahr neu, was auch sicher stimmt, aber für uns sind es die unscheinbaren, von Einheimischen empfohlenen Restaurants und Tapas Bars, die die Insel ausmachen.

Seltener sind es die neuen Restaurants und Club der Schönen und Reichen, bzw. derer, die es unbedingt sein wollen oder glauben es zu sein.

Aber von Anfang an:

Gut geschlafen, geflogen (es gibt übrigens tatsächlich immer noch Landklatscher und wir hatten einen neben uns sitzen, dachte die wären ausgestorben), gelandet (offensichtlich), Auto abgeholt und mit dem kleinen Flitzer zum Hotel.

Wir sind nun zum zweiten Mal in St. Eulalia im Me Hotel, ein wirklich sehr schönes und modernes Hotel mit ausgesprochen netten Mitarbeitern etwas ausserhal. Kurz den Ausblick aufs Meer und die Sonne genossen und unser erstes Restaurant besucht.

Das Restaurant heißt Sa Trenka, ein Strandrestaurant 5 Meter vom Wasser entfernt. Wir hatten es im Vorjahr von einem Servicemitarbeiter eines Restaurants in San Carles empfohlen bekommen.

Das ist übrigens unser Trick (macht sonst KEINER ;)) wir lassen uns die Restaurants von Einheimschen geben und sind bis dato noch nie enttäuscht worden.

Die Atmosphäre lässt einen auf den ersten Blick nicht unbeding erkennen, das man hier hervorragend Fisch essen kann. Einzig das große Aquaruim mit Fischen, Garnelen und Langusten läßt erahnen, das man hier wirklich frischen Fisch und Meeresgetier geniessen kann. Dazu ein Fläschchen Raimat Chardonnay und einen gemischten Salat. Zusammen mit einem Wasser, Kaffee und einer Portion Manchego Käse und Jamon Serrano alles zusammen für 83 Euro, passt.

Fazit: Wenn man sich selbst genügt, wirklich frischen Fisch mag und den Sonnenuntergang 5 Meter vom Meer entfernt, in ungezwungener Atmosphäre geniessen möchte, sollte man hier mal essen gehen. Wer sehen und gesehen werden will, ist hier falsch und sollte den Weg nicht auf sich nehmen.

KONTRASTPROGRAMM

Ich weiß nicht, ob ich Euch schon erzählt habe, dass wir sensationelles Wetter hatten und wir von daher unseren ersten Tag in vollen Zügen am Pool und am Strand genossen haben, wenn nicht, dann wißt Ihr es jetzt.

Wohin zum Abendessen, war die einzige Herausvorderung, die wir an diesem Tag zu bestehen hatten. Diesesmal folgten wir einem Tipp aus dem Internet und fuhren nach San Rafael. San Rafael ist nicht das schönste Dorf auf Ibiza, aber wir wollten ja auch in ins Restaurant La Belle, direkt in der Durchfahrtsstrasse und nicht zur Dorfbesichtigung

Von aussen recht unscheinbar aber von innen ein Juwel. Wirklich eine wunderschöne Einrichtung. Vom polierten Industrieboden, bis zur Beleuchtung alles einfach nur schön. Die Küche wurde mit französisch, mediterran beschrieben und die Einschläge hatte sie auch. Aber auch Asien inspirierte den Küchenchef noch, neben Südamerika.

In den Innenhof gesetzt, den Aperitif ausgesucht (meinen Lieblings Rose Champagner von Ruinart) und los gings.

Leider war nur sehr wenig los und wir saßen lange Zeit alleine.

Der Service sehr freundlich und war bemüht, hakte aber an seinen eigenen Ansprüchen einen gehobenen Service zu bieten. Mit etwas mehr Lockerheit, die auch perfekt zum Laden selbst gepasst hätte, wäre alles schön gewesen. Es wirkte einfach zu sehr bemüht und dadurch verspannt.

Die Karte laß sich nicht schlecht und relativ schnell waren Vorspeisen und Hauptgänge ausgesucht. Wir hatten Thunfisch Tartar mit Rucola Salat und eine Variation von der Gänsleber (wenn schon französisch dann auch her mit der Leber). Beides sehr lecker und wirklich gut abgeschmeckt. Dann kam der Hauptgang wir hatten eine gebratene Hühnerbrust mit Carnaiolo Risotto und einer Milch-Käse Sauce, geschmacklich wirklich gut, nur das Huhn hatte vorher wohl lange nichts getrunken. Das zweite Gericht war ein Burger mit Brioche, Cole Slaw und hausgemachten Chips. Der Burger war sehr lecker und das Fleisch auf dem Punkt.

Als Dessert hatte wir einen leckeren Bananen-Crumble mit viiiiiieeeel zu viel Sahne und einem sehr leckeren Salzkaramell (erinnerte mich an ein geschmolzenes Werther’s Echte Bonbon). Die Präsentation in einem Balonglas wirkte wie in einer Eisdiele und war im Vergleich zu den anderen Gängen schlicht einfallslos.

Alle Flaschenweine hatten an diesem Wochenende einen 50% Rabatt und die Rechnung machte anschließend 220,00 Euro aus.

Fazit: Die Karte wirkte, wie der Service sehr bemüht aber zu wenig klar. Uns waren es zu viele Einflüsse. Weniger wäre hier wirklich mehr. Dafür waren 220,00 Euro an diesem Abend einfach zu viel! Der Laden an sich hätte es wirklich verdient und auch sicher das Potenzial ein Hot Spot zu werden, wir drücken die Daumen.

1 Kommentare

  • Reply Mathias 26. September 2015 at 19:12

    … na, deswegen erreiche ich Dich nicht. Wenn ich gewusst hätte, wo Du bist, denn wären wir mal kurz vorbei gekommen… 😉 und hätten zusammen eine Fanta Limon trinken können.
    Der Bericht mach Lust auf Sonne und lässt auch leichte Hungergefühle aufkommen. Ein Bananen Crumple… mit etwas weniger Sahne.. da wäre mir jetzt auch danach.

    Mathias

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